Glossar


Altpapieraufkommen

Altpapieraufkommen ist die Menge an Altpapier, die im Inland erfasst wird und dann zur Verwertung im Inland und Ausland zur Verfügung steht.

 

Altpapiereinsatzquote

Die Altpapiereinsatzquote ist das Verhältnis des inländischen Altpapierverbrauchs zur Produktion von Papier, Karton und Pappe.

 

Altpapierrücklaufquote

Die Altpapierrücklaufquote ist das Verhältnis des Altpapieraufkommens
zum Papier-, Karton- und Pappeverbrauch.

 

De-Inking (engl.)

De-Inking dient zur Abtrennung von Druckfarben aus bedrucktem Altpapier,
so dass der wiedergewonnene "de-inkte" Altpapierstoff zu hellen und weißen
Papiererzeugnissen verarbeitet werden kann. Ziel dieses Verfahrens ist, so nah
wie möglich an den Weißegrad des ursprünglichen Papiers heranzukommen.

 

ECF

Elementary Chlorine Free besagt, dass in der Bleiche dieses Papierprodukts
kein Elementarchlor eingesetzt wurde. Allerdings werden Chlorverbindungen
eingesetzt.

 

Frischfasern

Als Frischfasern bezeichnet die Papier- und Zellstoffindustrie aus natürlichen
Rohstoffen (z.B. Holz) hergestellte Faserstoffe. Sie werden auch Primärfaser-
stoffe genannt.

 

FSC – Mix

FSC steht für Forest Stewardship Council. Das Siegel besagt, dass nur Holz
aus Wäldern mit nachhaltiger Bewirtschaftung verarbeitet wird. FSC Mix
bedeutet, es handelt sich um ca. 70% Fasern aus FSC-zertifizierten Wäldern
und/oder Altpapier bzw. Altholz und maximal 30% aus nicht-zertifizierten
Holzrohstoffen. Aber auch der nicht-zertifizierte Anteil muss nachweislich
eine „kontrollierte Herkunft“ aufweisen. D.h. das Holz darf nicht aus Wald-
gebieten stammen, wo traditionelle oder zivile Rechte verletzt werden und
nicht aus Wäldern mit hohem Schutzwert oder aus Naturwäldern, die gerodet
werden, um sie in eine andere Nutzungsform umzuwandeln. Ebenso sind
illegale Einschläge oder Fasern von genetisch veränderten Bäumen verboten.
FSC Mix Papiere tragen jedoch meist keine Prozentangabe zum Rohstoff.
So weiß man nicht ob und in welcher Menge Sekundärfasern enthalten sind,
wie hoch der Anteil an FSC-zertifizierten Fasern tatsächlich ist und wie viel
Holz aus anderen „kontrollierten Herkünften“ stammt, wobei auch unklar ist,
um welche Herkünfte es sich genau handelt. In der Regel sind FSC Mix Papiere
reine Primärfaserpapiere mit entsprechend hohem Holzverbrauch. Eine Ent-
lastung der Wälder gewährleistet das FSC Siegel damit nicht. Dieses Papier
ist nur eingeschränkt empfehlenswert. Die FSC Organisation sagt selbst, dass
Recyclingpapier ökologischer ist.

 

FSC Recycling

Dieses Papier wird in Deutschland nur wenig beworben, um dem Recycling-
papier mit dem Blauen Engel keine Konkurrenz zu schaffen, welches die
ökologisch strengeren Kriterien aufweist. Im besten Fall besteht das FSC
Recyclingpapier aus 100% Altpapier. Aber es gibt keine Anforderungen hin-
sichtlich des Mindestanteils von Altpapier mittlerer und unterer Sorten, zum
Herstellungsprozess, zum Einsatz von Chemikalien sowie zu Qualitätseigen-
schaften wie z.B. Druck- und Laufeigenschaften bei Kopierpapier. Vorge-
schrieben ist, dass Post Consumer AP zum Einsatz kommt d.h. Papier, das
auf jeden Fall im Umlauf gewesen ist. International ist FSC Recycling die
beste Alternative, wenn es keinen Blauen Engel oder ein vergleichbares
Logo gibt. In Deutschland ist man mit dem Blauen Engel immer auf der
sichern Seite.

 

Füllstoffe

Füll- und Hilfsstoffe sowie Zusätze gehören neben Holz- und Zellstoff zu
den Ausgangsmaterialien von Papier. Wichtige Füllstoffe sind Kalciumkar-
bonat und Kaolin. Sie beeinflussen den Weißegrad des Papiers und die
Bedruckbarkeit. Der Anteil im fertigen Papier kann bis zu 35% betragen.

 

Holzfreies Papier

Dieses aus Zellstoff-Fasern bestehende Papier enthält maximal fünf Pro-
zent verholzte Fasern (Holzstoff).

 

Holzhaltiges Papier

Dieses Papier enthält mehr als fünf Prozent verholzte Fasern (Holzstoff).
Die Mengenanteile Zellstoff/Holzstoff richten sich nach dem Verwendungs-
zweck des Papiers. Bei Druckpapieren wirkt sich der Holzstoff aufgrund
seiner kurzen und feinstoffreichen Fasern günstig auf die Opazität (Licht-
durchlässigkeit des Papiers) aus.

 

Holzschliff (Holzstoffsorte)

Dieser Papierfaserstoff wird durch das mechanisch Zerreiben entrindeter
Holzstämme an einem sich drehenden Stein unter Zuführung von Wasser
unter atmosphärischen Druck gewonnen.

 

Sekundärfaserstoffe

Oberbegriff für Faserstoffe, die aus Altpapier gewonnen werden.

 

TCF

Totally Chlorine Free besagt, dass in der Bleiche dieses Papierprodukts auf
Chlor und Chlorverbindungen gänzlich verzichtet wurde. Statt dessen werden
z.B. Bleichmittel auf Sauerstoffbasis eingesetzt.

 

Zellstoff

In einem chemischen Verfahren wird aus pflanzlichen Rohstoffen, vor allem
Holz, Zellulose gewonnen. Die dabei entstandenen Frischfasern nennt man
Zellstoff, ein wichtiger Rohstoff für die Papier-, Karton und Pappeherstellung.